Zuchtring zur Förderung der Zucht Fränkischer Landgänse Deutschland

Fütterung

Immer wieder werden Anfragen gestellt, wie man FLG füttert? Wenn man Zuchtfreund Mensinger wegen einem Ankauf von FLG ansprach, war seine erste Frage immer, ob man eine ausreichende Weidefläche habe. Nach seiner Meinung war dies der Hauptbestandteil für eine gute Fütterung. Zusätzlich sollte man den Tieren abends etwas Hafer mit Gerste geben, aber das nicht so üppig, sondern eher um sie in den Stall zu locken. Ansonsten würde man den Tieren Wammen anfüttern.
Obwohl ich überwiegend sehr von Zfr. Mensingers Arbeit überzeugt bin, bin ich an dieser Stelle anderer Meinung. Die FLG gehören zwar zu den kleinen Gänserassen, aber dennoch sollten sie nicht zu klein sein, sondern an Weihnachten eine gute Portionsgans abgeben, die einer vierköpfige Familie eine Mahlzeit bietet und zwar so, dass dies auch ohne übermäßige Füllung möglich ist. Um das zu erreichen, muss ein Fundament durch die Fütterung geschaffen werden, das unmittelbar nach dem Schlupf beginnt und sich über die Wachstumsphase bis zum Herbst fortführt. Auch für Zuchttiere sind gewisse Voraussetzungen bei der Fütterung zu beachten, will man im Frühjahr zuchttaugliche Elterntiere besitzen.

Natürlich hat Zfr. Mensinger Recht, dass eine ausreichende und gute Weidefläche wichtig für die FLG ist. Schließlich ist es eine Weidegans, die sich einen großen Teil ihres Nahrungsbedarfs selbst sucht. Doch zunächst einmal ist für die Gössel eine eiweißreiche Fütterung Grundbaustein für ihren Körperbau und Entwicklung. Der Rohproteingehalt im Futter sollte ca. 20 % betragen. Wir verwenden für die ersten 3 Wochen einen im Futtermittelhandel angebotenen Gänsestarter, dem Futterkalk und Bierhefe beigemischt wird. Ab der 4. Woche wird bis zur 6. Woche dem Gänsestarter noch Gänsemast beigemischt. Zunächst etwas weniger und langsam gesteigert, so dass je 50 % enthalten sind. Ab der 7. Woche wird bis zur 14. Woche rein Gänsemast gefüttert. Danach wird zwar bis zu den Ausstellungen weiterhin Gänsemast gefüttert, aber mit gequetschtem Hafer und Gerste zu gleichen Teilen ergänzt. Dem vorgenannten Futter wird noch Bierhefe, gerebelter Oregano und Futterkalk (Verhältnis: ca. 1:4:1) nach Gusto hinzugefügt.  Äpfel, Möhren und Salat kann man den Tieren immer als Vitaminspender reichen.

Zuchttiere erhalten ab Herbst eine Mischung zu gleichen Teilen von gequetschtem Hafer und Gerste. Weizen und Mais sollte man nicht füttern, da diese Getreidearten stark mästen und sie so verfetten.

Gerne können auch andere Züchter ihre Futterpläne mailen, die wir hier veröffentlichen werden.